Aufgrund einer neuen Vereinbarung zwischen der Gemeinde Schönau am Königssee und dem Bund Naturschutz ist eine Umplanung des Herrenrodelstarts an der Kunsteisbahn Königssee notwendig. Das Projektteam hat die nächsten Schritte bereits eingeleitet.
Hintergrund ist eine Einigung vom Dezember, wonach der Herrenrodelstart niedriger gebaut werden soll. Die Höhe des Startturms wird von ursprünglich 18,5 Metern auf 13,5 Meter reduziert. Damit konnte eine Normenkontrollklage des Bund Naturschutz gegen den Bebauungsplan beigelegt werden. Der Startbereich und Teile der bestehenden Bahn müssen nun neu geplant werden.
Das Landratsamt als Bauherr hat gemeinsam mit der Projektsteuerung die Umplanung angestoßen und die Förderfähigkeit der ersten Planungsschritte mit dem Fördermittelgeber abgestimmt. Die erforderlichen Genehmigungen liegen für diese Phase bereits vor. Auch das Generalplanungsbüro und weitere Projektbeteiligte wurden frühzeitig eingebunden.
Im Januar 2026 hat das Projektteam den Rahmen für die weiteren Maßnahmen festgelegt. Für die baurechtliche Umsetzung ist unter anderem eine Änderung des Bebauungsplans durch die Gemeinde Schönau am Königssee erforderlich. Diese wird aktuell vorbereitet. Weitere Schritte umfassen unter anderem Vor- und Entwurfsplanung, Prüfungen durch den Fördermittelgeber, Abstimmungen mit dem Bund Naturschutz sowie Ausschreibungen und Vergaben.
Die Kostenobergrenze von 53,5 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Bahn soll weiterhin eingehalten werden. Die zeitlichen Auswirkungen der Umplanung werden derzeit erarbeitet und den zuständigen Gremien vorgestellt.
Unabhängig davon schreiten die übrigen Sanierungsarbeiten an der Kunsteisbahn planmäßig voran. Die Instandsetzung bis zum Bob- und Damenrodelstart liegt im Zeitplan, die Inbetriebnahme dieses Bereichs ist für November 2026 vorgesehen. Auch die Arbeiten an den Schutzbauwerken, darunter die Geschiebedosiersperre, werden innerhalb des Kosten- und Terminrahmens abgeschlossen.