Mehrere Hundert Menschen sollen sie eingeschleust haben – teilweise über die A 8, aber auch über Grenzübergänge in Tschechien, Polen und anderen Ländern. Die Schleusungen haben demnach teils unter lebensgefährlichen Bedingungen stattgefunden.

Dem mutmaßlichen Anführer des Schleusernetzwerks wirft die Staatsanwaltschaft zudem weitere, schwere Verbrechen vor. Er für den Tod zweier Schwestern verantwortlich sein: Sie wurden als Teil einer Gruppe zu Fuß durch Belarus geschleust. Aufgrund der körperlichen Strapazen verstarben die beiden Frauen. Der Angeklagte soll außerdem den Mord an drei Personen in Auftrag gegeben, sexuelle Übergriffe angeordnet haben und sich des erpresserischen Menschenraubs schuldig gemacht haben.

Die Anklage gegen die vier Männer umfasst 23 Seiten, die ihnen vorgeworfenen Verbrechen sind vielfältig. Entsprechend sind für diesen großen Prozess am Landgericht Traunstein 24 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll noch in diesem Jahr fallen.

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