Eine Schneizlreuther Firma steht derzeit in zwei Zivilverfahren vor dem Traunsteiner Landgericht: Nach einem schweren Canyoning-Unfall im Jahr 2022 klagt eine Urlauberin aus Hessen auf Schmerzensgeld und Schadensersatz in Höhe von insgesamt

650.000 Euro, die AOK Hessen fordert parallel 300.000 Euro. Das berichtet heute die Passauer Neue Presse.

Die heute 32-Jährige war 2022 mit ihrem Mann und Guides der Firma in der Almbachklamm im Salzburger Land auf einer Tour unterwegs. Beim Aufprall nach einem Sprung aus acht Metern Höhe verspürte sie plötzlich starke Schmerzen und konnte ihre Beine nicht mehr bewegen. Seit dem Vorfall ist die Frau querschnittsgelähmt.

Sie wirft dem Unternehmen aus Schneizlreuth vor, sie zu dem Sprung gedrängt und zuvor nicht ausreichend aufgeklärt zu haben. Die Firma betont laut PnP, die Frau habe freiwillig springen wollen. Der Fall kam in dieser Woche in Traunstein vor Gericht; offen ist laut Bericht unter anderem, ob ein Unfall vorlag und was die Verletzung verursacht hat. Wann die mündliche Verhandlung fortgesetzt wird, ist derzeit noch unklar.

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