Blutspenden werden gerade in der Ferienzeit oft knapp. Deshalb gibt es kommende Woche etwa eine große Aktion in Traunstein: Am Montag und Dienstag könnt ihr in die Berufsschule 1 kommen,
um Blut zu spenden. Eine Blutspende kann dabei bis zu drei Leben retten – doch nur 5 % der Menschen, die spenden könnten, tun das auch. Bayernweit werden täglich rund 2.000 Konserven benötigt.
Sinkende Spenderzahlen
Insgesamt sinken die Spenderzahlen aber. Das liegt Experten zufolge vor allem am demographischen Wandel: Immer weniger junge Menschen, die Blut spenden könnten, kommen nach. Gleichzeitig scheiden im Alter viele Menschen aus, weil sie nicht mehr spenden dürfen. Das liegt etwa an Erkrankungen oder Medikamenten, die die Blutspende verbieten. Das Rote Kreuz appelliert deshalb gerade an junge Menschen, Blutspenden zu gehen.
Eine Obergrenze beim Spendenalter gibt es übrigens nicht mehr. Sie wurde im Rahmen der Reform des Transfusionsgesetzes aufgehoben. Spenden darf jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, über 50 Kilogramm wiegt und gesund ist.
Knappheit in der Urlaubszeit
Gerade in der Urlaubszeit sind Blutkonserven oft knapp. Das liegt einerseits daran, dass potenzielle Spender im Urlaub sind. Und wenn sie aus dem Urlaub zurückkommen, dann dürfen sie unter gewissen Voraussetzungen mehrere Wochen nicht spenden. Etwa, wenn sie in einem Risikogebiet für Malaria, das Zika-Virus oder das West-Nil-Virus waren. Mit dieser Regelung soll das Risiko für die Empfänger einer Blutkonserve minimiert werden.
Ob es so eine Regelung für euer Urlaubsland gibt, und wie lange ihr nach einem Aufenthalt nicht spenden dürft, das könnt ihr HIER nachlesen.