Sie wollen das Beste für ihren Ort – und trotzdem werden Kommunalpolitiker immer öfter beschimpft, bedroht oder sogar körperlich angegangen. Der Bayerische Landkreistag spricht im Vorfeld der Kommunalwahl davon, dass die Zahl

der Anfeindungen und Bedrohungen in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid kommt im BAYERNWELLE-Interview zu einer ähnlichen Einschätzung. Er ist seit 18 Jahren Bürgermeister und kann die Entwicklung über die Jahre gut einschätzen. Schleid sagt, vor allem seit der Coronapandemie sei der Ton deutlich rauer und oft feindseliger geworden.

Wenn der Bürger mit der Politik unzufrieden ist und du kommst aus der Partei, die momentan auf höheren Ebenen das Sagen hat, dann bist DU für diese Bürger greifbar. Sie erwischen den Landtagsabgeordneten und den Bundestagsabgeordneten nicht so leicht. Aber den Bürgermeister und den Stadtrat triffst du beim Einkaufen, am Stammtisch und am Fußballplatz.“ – Karl Schleid, Bürgermeister der Stadt Trostberg

Schleid erzählt im BAYERNWELLE-Interview weiter, ihm habe mal jemand anonym volle Hundkot-Beutel aufs Auto gelegt. Andere Kommunalpolitiker erleben weit Schlimmeres: u.a. Drohungen gegen die eigene Person oder die Familie. Erst vor ein paar Monaten hat in Dingolfing der dortige Bürgermeister sein Amt niedergelegt. Die Begründung: Bedrohungen gegen seine Person.

Der Bayerische Städtetag rät betroffenen Landräten, Bürgermeistern oder Gemeinderäten auch bei uns in der Region, sie sollten bei Hass und Hetze gegen ihre Person unbedingt Anzeige erstatten.

Die Angriffe gegen Mandatsträger sind alarmierend. Beleidigungen und Übergriffe dürfen nicht hingenommen werden, sondern müssen konsequent zur Anzeige kommen.“ – Markus Pannermayr, Präsident Bayerischer Städtetag

Pannermayr appelliert auch an die Bürgerinnen und Bürger: Zu einem Mandat gehöre es nicht, Beleidigungen und Hetze aushalten zu müssen.

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