
Der Stadtrat von Mühldorf hat umstrittene Millionendarlehen an die Stadtwerke Mühldorf nachträglich genehmigt. Zugleich missbilligte das Gremium einstimmig den Ablauf.
Zwischen 2022 und 2025 hatte die Stadt den Stadtwerken mit bis zu sieben Millionen Euro geholfen – ohne vorherigen Beschluss des Stadtrats. Hintergrund war die Energiekrise nach Beginn des Ukraine-Kriegs. Weil zu wenig Strom eingekauft worden war, drohten massive Verluste. Bürgermeister Michael Hetzl verteidigte das Vorgehen als notwendiges Krisenmanagement, mehrere Stadträte sprachen dagegen von einem schweren politischen Fehler und mangelnder Transparenz. Nach dreieinhalb Stunden Debatte einigte sich das Gremium auf einen Kompromiss: formelle Genehmigung, aber klare Kritik am Verfahren.
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