Bürgerinnen und Bürger können gesichtete Kreuzottern und andere Schlangen, insbesondere im Landkreis Miesbach, per Smartphone-App dokumentieren.

Die Bestände vieler heimischer Reptilienarten, darunter auch Schlangen, nehmen seit vielen Jahren ab.

Im Rahmen dieses Projekts sollen Sichtungen von Kreuzottern und anderen Schlangen im Landkreis Miesbach per Smartphone-App gemeldet werden.

Projektleiter Christopher Meyer erklärt, dass Kreuzottern über viele Jahrhunderte verfolgt wurden und heute vor allem vom Klimawandel bedroht sind. Es gelte, das Verschwinden dieser besonderen Schlange zu verhindern. Auch andere Arten, wie die ungiftige Schlingnatter, die oft mit der Otter verwechselt wird, seien auf dem Rückzug.

Das Projekt, gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der Glücksspirale, bittet darum, zufällige Sichtungen von Schlangen in der Natur und in Gärten mit Fotos zu dokumentieren und zu melden. Meyer betont: „Die Vorkommen in Naturschutzgebieten wie Mooren kennen wir recht gut, aber wir wollen wissen, ob es im Alpenvorland noch Bestände der Kreuzotter an unbekannten Orten gibt. Und Nachweise von anderen Schlangenarten interessieren uns auch.“

Die Teilnahme ist einfach: Interessierte können die App ObsIdentify auf ihr Smartphone laden und sich kostenlos registrieren. Die App hilft bei der automatischen Bestimmung der Schlangen, und Experten überprüfen die Funde zur Sicherung der Datenqualität und zur Auswertung. Alternativ können Meldungen mit Bildnachweisen auch an das Projektteam unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. gesendet werden.

Der BUND Naturschutz weist darauf hin, dass Schlangen keinesfalls gefangen, sondern nur aus gebührendem Abstand beobachtet und fotografiert werden dürfen. Zudem sei es wichtig, auf den Wegen zu bleiben, da viele Tiere gerade im Frühjahr sehr störungsempfindlich sind.

Quelle: BUND Naturschutz
Bildquelle: Erik Karits auf Pixabay

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