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Der Tunnel Oberau ist in dieser Woche für mehrere Tage gesperrt gewesen und zwar wegen wichtigen Brandschutzübungen. Dahinter versteckt sich aber noch etwas mehr.

Radio Oberland Reporterin Paula Knäbel war bei den Tests dabei und hat für uns mit Karl Kergl vom Staatlichen Bauamt Weilheim gesprochen. Er ist unter anderem zuständig für den Tunnelbetrieb und die -ausstattung.

Demnach war der Hintergrund der Tests, dass der Tunnel Oberau bisher nicht für den Gegenverkehrsbetrieb freigegeben war, anders als wir es zum Beispiel aus dem Tunnel Farchant kennen. Dafür hätte er von Anfang an höherwertig ausgebaut werden müssen – das wurde beim Bau seitens des Bundes abgelehnt. Damals hätten dafür die finanziellen Mittel gefehlt, hat Karl Kergl verraten.

Inzwischen wurde eine Lösung gefunden, um den Gegenverkehrsbetrieb nachträglich zu ermöglichen. Die Maßnahmen sind für die Verkehrsteilnehmer jedoch kaum sichtbar: „zusätzliche Kameras, ergänzte Beschilderung und vor allem Anpassungen an der Tunnel-Software“, so Kergl.

Perspektivisch soll der Ort Oberau künftig durch die „Tunnelaufrüstung“ deutlich entlastet werden. Bisher musste bei Wartungsarbeiten immer mindestens eine Fahrtrichtung durch den Ort umgeleitet werden. In Zukunft soll sich das nur noch auf wenige Stunden beschränken - nämlich dann, wenn die Verkehrsführung für den Gegenverkehrsbetrieb eingerichtet wird.

In zwei Wochen ist geplant den Gegenverkehrsbetrieb im Rahmen von Wartungsarbeiten erstmals testweise umzusetzen.

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